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Dem Stau ein Schnippchen schlagen

Staus zählen heute zu den lästigen, zeit- und kostentreibenden Begleiterscheinungen auf den Schweizer Nationalstrassen. Da sie ständig zunehmen und kein Ende dieser Entwicklung abzusehen ist, sucht MGB Logistik Transport zusammen mit ihren Transportpartnern laufend nach Lösungen, um Staus und Wartezeiten, wann und wo immer möglich, zu vermeiden.

Für einen zeit- und kosteneffizienten Ablauf über die gesamte Supply Chain ist es entscheidend, Staus und damit verbunden Wartezeiten beim Absender, Empfänger und Transporteur möglichst zu vermeiden. In den Gesprächen mit unseren Transportpartnern hören wir in letzter Zeit jedoch vermehrt, dass dies immer schwieriger wird. Die zunehmende Verkehrsbelastung auf unserem Nationalstrassennetz führt regelmässig zu Staus und verlängerten Transportzeiten. Die vereinbarten An-/Abfahrtszeiten beim Kunden können vor allem in den Morgen- und Abendstunden (Rush Hours) oftmals nicht mehr eingehalten werden. Transporte, die zum Beispiel am späten Nachmittag von Volketswil losfahren und noch am gleichen Tag in Lausanne eintreffen sollen, müssen für diese Strecke rund eine Stunde mehr einrechnen als noch vor zwei, drei Jahren. Der Bericht «Verkehrsentwicklung und Verfügbarkeit der Nationalstrassen» des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) vom 10. Juni 2013 bestätigt diesen Befund: Die Fahrleistungen auf dem Nationalstrassennetz haben sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Dadurch hat sich zum Beispiel die Anzahl Staustunden auf der A1 in den letzten zehn Jahren ebenfalls verdoppelt (siehe Grafik).

An den «Rush Hours» vorbei
Diese Entwicklung hat auch Einfluss auf unser Tagesgeschäft. Um die Zeit- und Kostenfolgen zu minimieren, haben wir verschiedene Massnahmen initiiert. Zum einen planen wir unsere Transporte wenn möglich an den Hauptverkehrszeiten vorbei, zum Beispiel indem der Chauffeur zur Zeit der Morgenspitze seine vorgeschriebene Pause nimmt. Zum andern testen wir Alternativen im Kombinierten Verkehr (KV). Zurzeit evaluiert der Bund die möglichen Standorte der KV-Terminals. Subventionen sollen dabei nur für Projekte gesprochen werden, die ein entsprechendes Kundenbedürfnis nachweisen können. Es ist davon auszugehen, dass das Kundenbedürfnis nach effizienten KV-Terminals in direktem Zusammenhang steht mit der Verkehrsdichte und der Anzahl neuralgischer Staupunkte. Solche verkehrsplanerischen Überlegungen müssen zwingend in die Standortwahl der KV-Terminals mit einfliessen. Mit diesen beiden Massnahmen hoffen wir, künftig Strassenabschnitte mit überhöhter Staugefahr meiden und auch in Zukunft einen effizienten Ablauf in der Supply Chain sicherstellen zu können. Dabei haben wir das klare Ziel, unproduktive Zeiten beim Kunden, Transporteur und in der Filiale zu minimieren. Gleichzeitig wollen wir die Strasse entlasten und damit einen Beitrag für unsere Umwelt (Verminderung CO2-Ausstoss) leisten.

Wartezeiten bei den Lieferanten
Ein weiterer bedeutender Zeit- und Kostenfaktor sind die Wartezeiten beim Abholen der Waren bei den Lieferanten und bei den Wareneingängen unserer Kunden. Oftmals ist es aufgrund dieser Wartezeiten nicht möglich, die geplanten Folgetouren auszuführen. Das führt zu Ineffizienz und erhöht die Produktionskosten. Gleichzeitig steigt während der Standzeiten die unproduktive Zeit der Chaffeure. Der Kostendruck ist in den letzten Jahren für die Transporteure so gross geworden, dass sie kaum noch Spielraum haben, diese Mehraufwände zu absorbieren. Deshalb sind wir gezwungen, diese Zusatzkosten von Fall zu Fall unseren Lieferanten und Kunden weiter zu belasten. Das ist eine unbefriedigende Situation. Wir können dieses Problem jedoch nur lösen, wenn alle Beteiligten zur Verringerung der unproduktiven Wartezeiten beitragen.

 

Thomas Wunderli
Logistik Transport National
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