Die Migros setzt wenn immer möglich auf die Bahn

Bahntransporte haben im Vergleich zu Strassentransporten eine deutlich bessere CO2-Bilanz. Das ist neben Zeit- und Kostenersparnissen der zentrale Grund, wieso MGB Logistik Transport so viel wie möglich per Bahn transportiert und auch mehr und mehr auf den Kombinierten Verkehr (KV) setzt. Unsere Verteilzentren sind allesamt direkt ans Bahnnetz angeschlossen. Mit mehr als einer Million Tonnen – rund die Hälfte aller transportierten Güter – und mehr als 11,5 Millionen zurückgelegten Wagenkilometern ist die Migros im Detailhandel mit grossem Abstand die Nummer 1 im Schienengüterverkehr und die grösste Kundin von SBB Cargo. Diese enge Partnerschaft wurde 2015 in einem neuen Rahmenvertrag für die nächsten drei Jahre weiter gefestigt.

Die LKW-Fahrer folgen den Ameisen

Wo Transporte aus Infrastruktur- oder Zeitgründen nicht mit der Bahn transportiert werden können, setzt MGB Logistik Transport auf ein leistungsfähiges Lastwagennetzwerk, das nach wie vor das Rückgrat einer gut funktionierenden Logistik ist. Als ökologisch verantwortungsvolles Unternehmen bevorzugt die Migros auch hier nachhaltige Lösungen. Dazu gehört zum Beispiel, dass die externen Transportpartner von MGB Logistik Transport seit 2012 nur noch Fahrzeuge einsetzen, die die Euro-5-Norm oder höher erfüllen. Darüber hinaus werden die Chauffeure in energiesparendem Fahren geschult und vom Camion-Dispositions- und Informationssystem CADIS effizient durch den ständig dichter werdenden Verkehr dirigiert. Einen anderen Weg geht MGB Logistik Transport bei der Tourenplanung und setzt auf die kollektive Erfahrung der Ameisen. Instinktsicher finden diese in kürzester Zeit den schnellsten Weg von einer Futterstelle zurück zum Nest. Eine intelligente Software macht sich diese clevere «Ameisenlogistik» zunutze. Sie verkürzt die Routen von den Verteilzentren in die Filialen um bis zu 20 Prozent und spart damit die entsprechende Menge an Zeit, Kosten und CO2. Dafür wurde MGB Logistik Transport 2012 mit dem «Swiss-Logistics-Award», dem Oscar der Logistikbranche, ausgezeichnet und erreichte ein Jahr später beim European Award for Logitics Excellence den zweiten Platz.

 
Auch auf hoher See ohne Umwege

Bei internationalen Transporten von Spielwaren aus China, Textilien aus Indien, Früchten aus Südamerika oder Lammfleisch aus Neuseeland überwacht MGB Logistik Transport laufend die Emissionen der verwendeten Containerschiffe und bevorzugt Partner aufgrund der besseren Ökobilanz. Dabei hinterfragen die Logistikspezialisten des Bereichs International gängige Denkmuster und suchen laufend nach effizienteren und ökologischeren Alternativen. Ein Beispiel dafür sind die Transporte aus Fernost über den ligurischen Hafen La Spezia statt über die traditionellen grossen Umschlagshäfen im Nordwesten von Europa. Die halbierte Distanz spart sieben bis zehn Tage Fahrzeit und reduziert den Energiebedarf um 30 Prozent und den Kohlendioxid-Ausstoss um 16 Prozent. Nur logisch also, dass die Migros heute bereits 25 Prozent der Container über bella Italia einführt.


Revival der Transsibirischen Eisenbahn

Besonders zeitkritische und leicht verderbliche Fracht wie Südfrüchte, exotische Pflanzen oder Fische gelangen jedoch nur unbeschadet und rechtzeitig in die Schweiz, wenn sie mit dem Flugzeug transportiert werden. Dennoch versucht MGB Logistik Transport, den Anteil der Luftfracht laufend zu reduzieren. So werden einzelne Güter aus Fernost seit einigen Jahren über die legendäre Route der Transsibirischen Eisenbahn in die Schweiz befördert. Die rund 12'000 Kilometer legt die Eisenbahn in 21 Tagen zurück – doppelt so schnell wie das Containerschiff, halb so teuer wie die Luftfracht und schonend im Umgang mit der Umwelt.

Generation M

Auf unserer Website «Generation M» informieren wir Sie im Bereich Gütertransport & Logistik laufend über aktuelle Themen rund um den nachhaltigen Warentransport in und für die Migros.